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CODE – Computer-Based Open Distance-LEarning Network for Disabled People

Das Ziel von CODE ist es, Menschen mit Körper- oder/und Sinnesbehinderungen durch die Teilnahme an einem netzgestützten Kurs die Weiterbildung und Einübung der Fähigkeiten im Bereich neuer Technologien zu erleichtern. Damit sollen ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten (speziell Telearbeit) erschlossen werden, indem tätigkeitsrelevante Einschränkungen aufgrund der Behinderung vermindert werden. Das Projekt zielt damit auf eine größtmögliche Integration behinderter Menschen in gewöhnliche Arbeitsumgebungen.

Durch die Vermittlung der Telearbeitskompetenzen anhand eines netzgestützten Kurses, werden die Technologien, auf deren berufliche Nutzung CODE vorbereitet, bereits im Lernprozess eingesetzt. Die Umsetztung der Telearbeitskompetenzen wird also während der Weiterbildungsmaßnahme eingeübt. Teilnehmende lernen anhand von Lernsoftware und Selbstlern-Printmaterial. Sie werden tutoriell via Internet (e-mail, Diskussionsgruppen)und in regelmäßigen Präsenztreffen betreut. Peer-Tutoring wird angeregt. Der Lernvorgang wird soweit irgend möglich durch die Lernenden selbst kontrolliert: sie bestimmen, wo, wann, wie lange, wie und z.T. auch was sie lernen wollen. Im Anschluss an den eigentlichen Kurs ist der fortlaufende Support während der Eingliederung in das Berufsleben vorgesehen.

Die grundlegende Erfahrung war, dass die Methode netzgestützen Lernens von den behinderten Teilnehmerinnen und Teilnehmern weniger angenommen wurde, als erwartet. Die Vorteile des Arbeitens in der angepassten häuslichen Umgebung konnte die empfundenen subjektiven Nachteile des geringeren face-to-face-Kontaktes nicht ganz ausgleichen. Hinzu kam eine zu starke Hemmung, die elektronischen Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen. Diese geringe Nutzung wurde durch einen weiteren Faktor bedingt, der sich auch in anderen Bereichen (z.B. Umgang mit dem Lernmaterial) negativ niederschlug: Entgegen der ursprünglichen Planung war aufgrund Problemen in der Akquise die Teilnehmergruppe v.a. hinsichtlich der Art der Behinderung sehr heterogen und schloss auch Personen mit leichter geistiger Behinderung oder chronischer psychischer Erkrankung ein. Dadurch waren zum einen die eigentlich angenommen vorausgesetzten Kompetenzen zur Teilnahme an dem Kurs nicht bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorhanden und zum anderen eine zu große Spannbreite von individuellen Problematiken vorhanden, als dass auf alle hätte gezielt eingegangen werde können.

Der Kurs wurde insgesamt von einem großen Teil der Teilnehmergruppe erfolgreich beendet. Die Schwierigkeiten in der Nutzung der Kursmöglichkeiten waren jedoch größer, die Freude der Teilnehmenden am Kurs geringer als erwartet.

Fazit: Netzgestützte Kurse für behinderte Menschen sind möglich und für einen Teil von ihnen ist diese Methode ein zusätzlicher Benefit. Eine erfolgreiche, halbwegs problemlose Teilnahme, die auch subjektiv als angenehm empfunden wird, hängt aber entscheidend von der Zusammensetzung der Teilnehmergruppe ab.

Förderer: ESF-HORIZON

Mitwirkende Institutionen: Club Aktiv e.V., Trier

Projektdetails

Kontakt

Tel: +49 (0) 9131 85-61100
Fax: +49 (0) 9131 85-61138


Projektlaufzeit

01.01.1998–31.12.1999

Projekt abgeschlossen
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